Spyware2017-07-12T20:16:25+01:00

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Spyware

Die Spyware kann empfindliche Schäden verursachen.

Es gibt unterschiedliche Arten von Programmen, die auf dem Computer Schaden anrichten können. Am bekanntesten sind wahrscheinlich Viren und Trojaner. Sie können im Extremfall den Rechner lahmlegen. Nicht so gefährlich, dafür aber nervig, ist Spyware.

Was ist Spyware?

Der Begriff ist ein Kunstwort, das sich aus den Wort spy (Spion) und der Endung ware (vom Wort Software- Programm) zusammensetzt. Spyware kann auf Deutsch als Schnüffel- oder Spionagesoftware bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um potentiell schädliche Programme, die ohne Wissen des Nutzers auf dem Computer installiert werden. Die Spyware dient dazu, Informationen über den Nutzer zu sammeln und an Außenstehende weiter zu leiten. Insbesondere gibt Spyware weiter, welche Webseiten besucht werden, wie lange und in welchen Abständen der Nutzer dort verweilt. Spyware wird häufig von kommerziellen Anbietern genutzt, um gezielt Werbeanzeigen für ihre Produkte oder Dienstleistungen einblenden zu können. Das kann sehr lästig werden, wenn der Nutzer beim Surfen ständig mit ungewollter Werbung bombardiert wird. Im Gegensatz zu Viren richtet Spyware in der Regel keinen direkten Schaden an und vermehrt sich auch nicht selbst. Gesetzlich gesehen bewegt sich Spyware in einer Grauzone. Sie ist zwar nicht direkt schädlich, meistens aber unerwünscht. Von vielen Virenscannern wird Spyware als PUS (potentiell unerwünschte Software) eingestuft.

Wie zeigt sich ein Befall mit Spyware?

Ein deutliches Anzeichen für einen möglichen Befall mit Spyware ist ein langsamer Rechner. Die vielen kleinen Programme, die zusätzlich zu den Hauptanwendungen ausgeführt werden, binden viel Rechenkapazität und bremsen den Computer aus. Andere Anzeichen sind das plötzliche Erscheinen von Fenstern mit Werbung oder wenn sich die Startseite des Computers plötzlich ändert. Andere Spyware kann auch unbekannte Seiten zur Liste der Favoriten hinzufügen oder den Rechner dazu zwingen, eine andere Suchmaschine als die bisher benutzte zum Surfen im Internet zu benutzen.

Woher kommt die Spyware?

Am häufigsten passiert das beim Besuch diverser Webseiten. Dabei agieren so genannte Aktive Inhalte wie AcitveX, Java Applets oder Java Script mit dem Computer und installieren die Spyware ohne Wissen und Zustimmung des Nutzers. Eine andere wichtige Quelle für Spyware sind Programme oder Anwendungen, die kostenlos herunter geladen werden. Derartige Software enthält meistens Spyware, weil sich die scheinbar kostenlosen Programme durch die Einblendung von Werbung finanzieren. Die Anbieter benutzen oft einen Trick. Bei der Installation wird angezeigt, dass das Programm Werbung enthält und das der Nutzer damit einverstanden ist, sie zu erhalten. Dafür ist häufig ein Kästchen vorgesehen, in dem das Häkchen zur Zustimmung schon vorher gesetzt ist.

Wie kann Spyware bekämpft werden?

Es gibt gute (und sogar kostenlose Programme), mit denen Spyware vom Computer gelöscht werden kann. Dazu gehören zum Beispiel die Programme Spybot Search & Destroy, Ad aware und a squared. Es empfiehlt sich, eines dieser Programme zu installieren und den Computer damit in regelmäßigen Abständen zu scannen.

Wie wird die Installation von Spyware verhindert?

Der Rechner sollte durch eine Firewall geschützt sein. Die Firewall verhindert, dass Daten ohne Genehmigung an Dritte weitergeben wird. Browser und Betriebssystem müssen stets auf dem neuesten Stand gehalten werden. Spyware nutzt Sicherheitslücken aus, um auf den Rechner zu kommen. Durch Aktualisierungen werden diese Lücken geschlossen. Auch die Antivirus Software muss deswegen immer aktuell sein. Gute Virenscanner erkennen Spyware und verhindern, dass sie sich auf dem Computer einnistet. Der Nutzer selbst kann einen Beitrag zur Sicherheit leisten, indem er aktive Inhalte in seinem Browser deaktiviert und nur Programme installiert, die wirklich gebraucht werden. Vor der Installation ist es ratsam, immer die Nutzungsbedingungen zu lesen.