Rogueware2017-07-11T20:18:25+01:00

Rogueware

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Rogueware

Der Begriff Rogueware steht für rogue (security) software und beschreibt bösartige Sicherheitsprogramme, die ihre Funktionen lediglich vortäuschen.

Das Internet ist voller Gefahren. Täglich versuchen Hacker mit Software und Viren Zugang zu Computern von ahnungslosen Nutzern zu erhalten. Das Ziel: Zugang zu vertraulichen Daten oder der Missbrauch des Servers oder Rechners für illegale Zwecke. Ein ganz besonderes Risiko bildet dabei die sogenannte Rogueware, die inzwischen häufig im Netz zu finden ist.

Was ist Rogueware?

Bei Rogueware handelt es sich um einen besonders gefährlichen Typ von Malware. Die Software, die fast ausschließlich über das Internet heruntergeladen wird, gibt vor ein Schutzprogramm, etwa Antiviren Software oder ein Reinigungs-Tool, wie zum Beispiel ein Registry Cleaner zu sein. Stattdessen handelt es sich bei der Software selbst um einen Virus, der meistens das Ziel hat, den Rechner oder den Server mit weiteren Viren, wie zum Beispiel Trojaner, Keyloggern oder Adware zu infizieren und diese vor Entdeckung zu schützen. Häufig kann Rogueware den Computer scannen und wirkt wie ein echtes Viren-Programm. Die Software verbirgt jedoch die eigenen Malware Programme und markiert darüber hinaus eigentlich „saubere“ Software, wie seriöse Antiviren Software oder systemeigene Programme als Virus. Rogueware kann so die Funktionalität des Computers drastisch einschränken und zudem die Verbreitung von Viren deutlich vereinfachen.

Wie funktioniert Rogueware?

Rogueware wird zumeist aus dem Internet heruntergeladen oder installiert. Sie kann zum Beispiel als zusätzliche Software von illegalen Programmen mit installiert werden. Sie kann aber auch durch eine vorherige Infektion, zum Beispiel mit Adware im Browser installiert werden, die Warnhinweise ausgibt oder den Browser auf entsprechende Download Links umleitet. Darüber hinaus kann die Software auch über E-Mail Links oder durch Promotionen und Sonderangebot auf einigen fragwürdigen Webseiten angeboten werden. Einmal installiert, gibt die Software vor ein echter Virenscanner zu sein. Sie legt dann die echten Schutzmechanismen lahm und ermöglicht die Installation von weiterer schädlicher Software, die von der Rogueware nicht erkannt wird.

Wie kann man sich schützen?

Der Schutz vor Rogueware ist relativ einfach. Der User spielt hier eine wichtige Rolle. Rogueware muss grundsätzlich zunächst auf dem Computer heruntergeladen und anschließend installiert werden. Aus diesem Grund sollte keine Software von unbekannten Webseiten oder Herstellern heruntergeladen oder gar installiert werden. Das gilt besonders für Software von illegalen Download- und Filesharing Seiten. Auch ist Vorsicht geboten bei dem Download von Software aus E-Mails, die man nicht explizit angefordert hat. Seriöse Sicherheitssoftware und deren Entwickler, wie McAfee, Avast!, Kaspersky oder AntiVir, sind im Netz bekannt und bieten kostenlose Softwarelösungen an. Diese Webseiten empfehlen zudem weitere Software für die Sicherheit. Ist man sich nicht sicher, sollte man das Programm zunächst im Internet suchen und sich die Ergebnisse anschauen. Handelt es sich um Rogueware oder einen Virus, dann ist ist mit großer Wahrscheinlichkeit schon ein User der Software zum Opfer gefallen und es gibt entsprechende Informationen.

Darüber hinaus ist aber auch ein aktiver Virenscanner wichtig, der aktuell und auf dem neusten Stand ist. Die Software kann in den meisten Fällen Rogueware bereits beim Download, spätestens jedoch bei der Installation erkennen und die schädliche Software entfernen.