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Betriebshaftpflichtversicherung 2017-09-01T11:11:25+00:00

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Die Betriebshaftpflichtversicherung

Unternehmer müssen haften. Das gilt sowohl für ihr eigenes als auch das Handeln ihrer Mitarbeiter im vollen Umfang. Die Risiken sind stets präsent – trotz aller Vorsorgemaßnahmen und höchster Sorgfalt. Jeder verantwortungsvolle Unternehmer entscheidet sich daher auch für den Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung, um sich all den kaum abwägbaren Risiken, die der Betriebsalltag mit sich bringt, stellen zu können. Mit dieser Police können sich Unternehmen gegen die Schadenersatzanforderungen Dritter absichern. Das Prinzip ist dabei das gleiche wie bei einer privaten Haftpflichtversicherung. Im Rahmen der Betriebshaftpflicht wird jedoch nicht nur das Handeln des Unternehmers selbst, sondern auch das seiner Mitarbeiter mit abgedeckt. Ein nahezu unumgänglicher Schutz, denn passieren kann schließlich immer etwas.

Die Betriebshaftpflichtversicherung: Was genau ist das und wofür wird sie benötigt?

Sinn und Zweck einer Betriebshaftpflichtversicherung liegen darin, das Risiko eines Fremdschadens aufzufangen. Entsprechend breit ist das Spektrum an Branchen, in denen eine solche Police sinnvoll ist. Ob im Büro, Handwerk, Heilwesen, auf dem Bau oder im Bereich IT und Medien: nahezu überall kann Dritten – meist Kunden oder Geschäftspartnern – ein Schaden entstehen, den das eigene Unternehmen zu verantworten hat. Es gibt sogar Berufsgruppen, bei denen der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung für eine Arbeitszulassung verpflichtend ist. Auch Unternehmensgröße und Unternehmensform spielen kaum eine Rolle. Ob Personengesellschaft mit 5 Mitarbeitern, GmbH mit 50 Angestellten oder AG mit Hunderten Arbeitnehmern: das finanzielle Wohlergehen des Unternehmens ist praktisch überall gefährdet, wo Schadenersatzansprüche auftauchen können. Das Risiko mag sich durch innerbetriebliche Maßnahmen reduzieren lassen, aber niemals komplett eliminieren.

Wir sind alle nur Menschen…

Betriebshaftpflichtversicherung Sachexperte

Die Betriebhaftpflichtversicherung sichert auch Mitarbeiter die in Ihrem Betrieb mitarbeiten ab.

… und deswegen sollte trotz bester Organisation, höchster Qualifikation, penibler Sorgfalt und vielerlei Vorsichtsmaßnahmen eines stets klar sein: Kein Unternehmen ist perfekt und hundertprozentig vor Fehlern oder fehlerhaftem Handeln geschützt. Es kann immer wieder vorkommen, dass ein Mitarbeiter einen schlechten Tag hat, unkonzentriert ist und infolge dessen einen Fehler macht, der den Kunden teuer zu stehen kommt. Die betriebliche Tätigkeit umfasst aber nicht nur das Handeln der Mitarbeiter. Auch fehlerhaft produzierte Produkte können bei Kunden zu Schäden führen. Handelt es sich bei diesem Kunden um einen Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe, könnte dies zur Folge haben, dass die Produktion unterbrochen werden muss. Der Schaden geht dann schnell in die Millionen.

Wer ist versichert?

Spätestens hier macht sich eine Betriebshaftpflichtversicherung bezahlt. Sie schützt sowohl den selbstständigen Unternehmer als auch dessen Mitarbeiter vor berechtigten und unberechtigten Schadenersatzansprüchen. Wichtig ist dabei nur, dass die Mitarbeiter mit Aufgaben betraut sind, die im Rahmen der betrieblichen Geschäftstätigkeit anfallen. Darüber hinaus können auch externe Personengruppen in der Betriebshaftpflicht mitversichert werden, sofern dies im vertraglichen Leistungsumfang so festgelegt wurde.

Betriebshaftpflicht Mitarbeiter Sachexperte

Es können auch Subunternehmer in der Betriebshaftpflichtversicheurng mitversichert werden.

Typische Beispiele hierfür sind Reinigungskräfte und Subunternehmer. Falls nicht, kann Betriebshaftpflichtversicherung des Auftraggebers zwar zunächst für den entstandenen Schaden aufkommen, die damit verbundenen Kosten aber im Nachhinein vom Subunternehmen bzw. der Reinigungsfirma wieder einfordern. Deswegen sind auch Subunternehmer gut damit beraten, eine eigene Betriebshaftpflichtversicherung abzuschließen, um im Falle eines Falles nicht mit dem eigenen Vermögen haften zu müssen.

Auch Freiberufler sollten – je nach Tätigkeit – den Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung in Erwägung ziehen, denn auch sie haften unbegrenzt für Sach- und Personenschäden, die bei der Ausübung ihrer Tätigkeit entstehen können. Der Mandant eines Steuerberaters könnte beispielsweise in dessen Büroräumen über eine Teppichfalte stolpern und sich beim Sturz das Handgelenk brechen. In einem solchen Fall käme die Betriebshaftpflichtversicherung für alle Kosten wie z. B. Schmerzensgeld auf. Auch finanzielle Folgeschäden sind durch die Police mit abgedeckt. Könnte der Mandant infolge der Verletzungen eine Zeit lang seiner Arbeit nicht nachkommen, würde die Betriebshaftpflicht auch für dessen Umsatzeinbuße aufkommen.

Für welche Schäden kommt eine Betriebshaftpflichtversicherung auf?

Im Schadenfall wird der Anspruch zuerst überprüft. Die Betriebshaftpflichtversicherung leistet immer dann, wenn sich aus berechtigten Schadenersatzforderungen die entsprechenden Entschädigungszahlungen ergeben. Unberechtigte oder zu hohe Forderungen werden hingegen abgewehrt. Durch diesen passiven Rechtsschutz werden dann auch die Kosten für Sachverständige, Anwälte und Gutachter übernommen. Sollte es so weit kommen, gilt das natürlich auch für die Prozesskosten. Das Spektrum an möglichen Schäden lässt sich in vier Kategorien einteilen: Personenschäden, Sachschäden, Vermögensfolgeschäden und Umweltschäden.

Ein Personenschaden liegt immer dann vor, wenn die Gesundheit einer dritten Person geschädigt, diese infolgedessen verletzt oder deren Tod verschuldet wird. Sobald ein solcher Schaden verursacht wurde, hat die geschädigte Person einen Anspruch auf die Wiederherstellung ihres körperlichen Zustands. Deswegen besteht laut § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) die Pflicht, Schadenersatz zu leisten. Sollte der Tod eines Menschen verursacht worden sein, sichert § 844 BGB den Anspruch der Hinterbliebenen auf die Erstattung der Beerdigungskosten sowie den entgangenen Unterhalt ab.

Gerade bei Personenschäden ist es wichtig zu wissen, dass es keinerlei Haftungsbeschränkungen gibt. Das bedeutet, dass es beispielsweise durch Heil-, Pflege- und Rehabilitationskosten zu sehr hohen Schadenssummen kommen kann, die ohne eine ausreichende Absicherung schnell den finanziellen Ruin nach sich ziehen könnten. Beim Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung sollte also auf eine ausreichend hohe Deckungssumme unbedingt geachtet werden. Übersteigen nämlich die Entschädigungszahlungen die Versicherungssumme, muss der Unternehmer mit dem eigenen Vermögen für den Rest aufkommen.

Wird im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit das Eigentum fremder Dritter beschädigt oder zerstört und dessen wirtschaftliche Brauchbarkeit damit in Mitleidenschaft gezogen, spricht man von einem Sachschaden. Die Kosten, die mit einer Wiederherstellung oder dem Ersatz einer Sache verbunden sind, können höchst unterschiedlich ausfallen. Der Verursacher des Schadens hat grundsätzlich den kompletten Wertverlust zu ersetzen oder alle Reparatur- bzw. Wiederbeschaffungskosten zu tragen. Die Betriebshaftpflichtversicherung ersetzt Sachschäden am Eigentum Dritter, die vom Versicherungsnehmer während der betrieblichen Tätigkeit ohne Vorsatz zerstört oder beschädigt wurden. Eine Ausnahme bilden Mietsachschäden, also Schäden, die an Gegenständen entstehen, die zuvor geliehen, gemietet oder gepachtet wurden. Solche Schäden müssen gemäß Vertrag explizit mitversichert sein, damit sie von der Betriebshaftpflichtversicherung übernommen werden.

Auch bei Sachschäden sollte die Versicherungssumme wohlüberlegt sein, denn sie bildet auch hier die Obergrenze jener Kosten, die von der Versicherung im Schadenfall übernommen werden. Üblich sind Deckungssummen von etwa 3 Millionen Euro. Je nach Branche können sich höhere oder niedrigere Summen empfehlen. Unternehmer sollten das Risiko eines Schadens und die damit verbundenen finanziellen Folgen also möglichst genau abschätzen können.

Vermögensfolgeschäden werden auch als unechte Vermögensschäden bezeichnet. Das liegt daran, dass sie das Resultat aus einem vorangegangenen Sach- oder Personenschaden sind. Verursacht beispielsweise ein Elektriker bei Arbeiten in einem Büro einen Überspannungsschaden, durch den mehrere Computer zeitweilig unbrauchbar oder gar zerstört werden, kommt die Haftpflicht zunächst für den an der Hardware entstandenen Schaden auf. Durch den mehrtägigen Ausfall der IT muss das Unternehmen jedoch Umsatzeinbuße hinnehmen, die als Vermögensfolgeschaden ebenfalls von der Versicherung übernommen werden.

Im Falle eines Umweltschadens wird auf direktem oder indirektem Wege die Umwelt in Mitleidenschaft gezogen. Oftmals entstehen solche Schäden infolge von Betriebsunfällen. Ein Umweltschaden liegt beispielsweise dann vor, wenn ein mit flüssigen Chemikalien beladener LKW in einen Unfall verwickelt wird, dessen Tankinhalt ausläuft und in das Grundwasser gerät. Für die Übernahme der Kosten bei einem Umweltschaden ist es von entscheidender Bedeutung, von welcher Seite aus der Schadenersatzanspruch geltend gemacht werden soll. Kommt er von Dritten wie z. B. Privatpersonen oder Unternehmen, ist die Haftung nach Umwelthaftungsgesetz relevant.

Bei einer Schädigung der öffentlichen Hand ergibt sich die Haftung aus dem Umweltschadensgesetz. Im Rahmen der Betriebshaftpflichtversicherung wird lediglich die Haftung nach Umwelthaftungsgesetz übernommen. Seltener sind auch Schäden nach dem Umweltschadengesetz mit versichert. In diesem Fall empfiehlt sich der zusätzliche Abschluss einer Umweltschadenversicherung, um den entsprechenden Schutz zu erhalten.

Wo besteht Versicherungsschutz?

Die Betriebshaftpflicht schützt Sie nicht nur im Betrieb sondern auch bei Meetings außerhalb.

Grundsätzlich besteht Versicherungsschutz bei allen Aktivitäten des Unternehmens, unabhängig davon, ob diese im eigenen Betrieb, an öffentlichen Plätzen oder auf dem Gelände eines Kunden stattfinden. Außerdem besteht bei der Betriebshaftpflicht sowohl im Inland als auch im Ausland Versicherungsschutz. Bei Schäden im Ausland ist der Schutz jedoch meist auf einen bestimmten Geltungsbereich beschränkt. So ist es beispielsweise üblich, dass Schadenfälle, die sich innerhalb Europas oder der EU ereignen, grundsätzlich vollumfänglich von der Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt sind. Bei vielen Versicherern wird der Schutz auch auf das außereuropäische Ausland ausgeweitet, soweit die Schäden nur mit bestimmten Tätigkeiten wie beispielsweise den Export von Waren zusammenhängen. Etwaige Einschränkungen für bestimmte Länder müssen im Vorfeld abgeklärt werden.

Kosten einer Betriebshaftpflichtversicherung

Ausschlaggebend für die Kosten einer Betriebshaftpflichtversicherung ist das zu versichernde Risiko. In einem Handwerksbetrieb ist das Risiko eines Personen- oder Sachschadens deutlich höher als im Büro. Grundsätzlich aber sind die folgenden sechs Faktoren in besonders hohem Maße für die Höhe der Prämie entscheidend:

  • Art des Betriebes und Branche
  • Größe des Betriebes und Anzahl der Mitarbeiter
  • Kennzahlen des Unternehmens wie Jahresumsatz und Anzahl der Mitarbeiter
  • Höhe des Selbstbehalts
  • Höhe der Deckungssummen
  • Laufzeit

Wir ein höherer Selbstbehalt vereinbart, muss der Versicherungsnehmer im Schadensfall eine höhere Summe selber tragen. Dafür sinkt das Risiko für den Versicherer, was sich wiederum in niedrigeren Prämien niederschlägt. Wenig gespart werden kann und sollte bei der Auswahl der Deckungssummen. Eine Erhöhung wirkt sich nur vergleichsweise geringfügig auf die Prämien aus, weswegen bei der Festlegung besser einer möglichst genauen Einschätzung des Risikos der Vorrang gegeben werden sollte. Dadurch wird sichergestellt, dass auch der größte anzunehmende Schadenfall noch mit abgedeckt wird. Die Laufzeit einer Betriebshaftpflichtversicherung liegt üblicherweise zwischen zwei und drei Jahren. Je länger diese andauert, desto niedriger fallen in der Regel auch die Prämien aus.

Zusätzliche Bausteine für einen erweiterten Schutz

Zusätzlich zu den oben bereits beschriebenen unechten Vermögensschäden kann der Betriebshaftpflichtversicherung auch eine Absicherung gegen echte Vermögensschäden hinzugefügt werden. Im Gegensatz zum Vermögensfolgeschaden geht beim reinen Vermögensschaden kein Personen- oder Sachschaden voraus. Vielmehr wird eine dritte Person direkt finanziell geschädigt. Ein typisches Beispiel hierfür liegt in der fehlerhaften Auskunft eines Steuerberaters seinem Mandanten gegenüber. Letzterer hat durch die falsche Beratung finanzielle Einbußen hinzunehmen, die einen echten Vermögensschaden darstellen und für die der Steuerberater zu haften hat. Nicht umsonst ist der Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflicht für einige Berufe wie z. B. den bereits erwähnten Steuerberater oder auch Anwälte verpflichtend.

Die Privathaftpflichtversicherung ist für Privatpersonen, was die Betriebshaftpflichtversicherung für das Unternehmen darstellt: ein nahezu unumgänglicher Schutz. Durch Unachtsamkeit können in den verschiedensten Lebenssituationen immer wieder Schäden an fremdem Eigentum entstehen, für die der Verursacher zu haften hat. Das gilt sowohl für Unternehmen als auch Privatpersonen. Die private Haftpflichtversicherung schützt den Versicherungsnehmer und dessen Familie vor berechtigten und unberechtigten Schadenersatzansprüchen Dritter. Durch die Police werden Personen-, Sach- und Vermögensfolgeschäden abgedeckt und unberechtigte oder überzogene Ansprüche abgewehrt (passiver Rechtsschutz). In solchen Fällen übernimmt die Privathaftpflichtversicherung die Kosten für Anwalt, Gutachter und Sachverständige sowie die Prozesskosten.

Die Umweltschadenversicherung stellt eine Ergänzung zur Haftung dar, die sich aus dem Umwelthaftungsgesetz ableitet. Mit dieser Police werden nämlich auch Schäden abgedeckt, die unter das Umweltschadensgesetz fallen und bei denen die Ansprüche durch die öffentliche Hand geltend gemacht werden. Das betrifft grundsätzlich Schäden an Flora und Fauna sowie Gewässern und Böden. Sowohl Risiken als auch Schadenshöhe sind bei ökologischen Schäden nicht kalkulierbar.

Die Umweltschadenversicherung lässt sich noch um einen zweiten Baustein erweitern. Durch diesen werden auch Schäden an Böden des Versicherungsnehmers in den Versicherungsumfang mit aufgenommen. Voraussetzung für eine finanzielle Kompensation ist, dass er selbst der Verursacher des Schadens ist und auf Basis einer behördlichen Anordnung nach dem Bodenschutzgesetz die Kosten zur Sanierung des eigenen Bodens nach einer Betriebsstörung aufwenden musste. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Bausteinen bezieht sich der Versicherungsschutz ausschließlich auf die im Vertrag festgelegten Grundstücke. Eine weitere Besonderheit dieses Bausteins liegt darin, dass auch Schadenfälle mit versichert sind, die wegen grober Fahrlässigkeit herbeigeführt wurden.

Ob Hund oder Katze, Pferd oder Pony – so gern wir unsere vierbeinigen Freunde auch um uns wissen, so bleiben sie doch immer Tiere. Das heißt in letzter Konsequenz: Sie sind unberechenbar. Auch das am besten dressierte Pferd und der wohlerzogenste Hund können in einer ungewöhnlichen Situation auf eine Weise reagieren, die wir als Menschen nicht vorherzusehen imstande sind. Infolge solcher Situationen kann es zu Schäden an fremdem Eigentum oder dritten Personen kommen. Die Tierhalterhaftpflicht schützt vor den finanziellen Folgen solcher Schäden. Die Tierhalterhaftpflichtversicherung ist standardmäßig nicht in der Betriebshaftpflichtversicherung enthalten und eignet sich natürlich besonders gut für landwirtschaftliche Betriebe. Auf ausreichend hohe Deckungssummen sollte dennoch geachtet werden. Wird durch ein Tier wie z. B. ein entlaufenes Pferd beispielsweise ein Verkehrsunfall verursacht, haftet der Halter in voller Höhe für die entstandenen Sach- und Personenschäden.

Das Leistungsspektrum der Produkthaftpflichtversicherung richtet sich in erster Linie an Hersteller im weiteren Sinne. Sie schützt damit die Hersteller von Produkten vor den Schadenersatzansprüchen Dritter, da diese laut Produkthaftungsgesetz für Schäden, die durch die eigenen Produkte entstehen können, haften müssen. Die Police richtet sich dabei nicht nur an industrielle Produzenten von Waren, sondern auch an sog. Quasihersteller. Damit sind Unternehmen gemeint, die Produkte anderer Hersteller unter einer eigenen Marke vertreiben, wobei für den Käufer nicht ersichtlich ist, dass dieser das Produkt gar nicht hergestellt hat.

Aber auch Gastronomen zählen im weiteren Sinne zu den Herstellern, denn sie produzieren Speisen. Werden beispielsweise versehentlich verdorbene Lebensmittel verwendet, können diese zu einer Lebensmittelvergiftung und damit zu einem Personenschaden führen. Selbst für Händler kann der Abschluss einer zusätzlichen Produkthaftpflichtversicherung in Ausnahmefällen sinnvoll sein. Das liegt daran, dass die Produkthaftung auf diesen übergeht, sollte der Hersteller des Produktes nicht ermittelt werden können.

Die Produkthaftpflicht lässt sich in zwei Formen unterteilen: konventionelle und erweiterte Produkthaftpflicht. Die konventionelle Produkthaftpflichtversicherung ist üblicherweise bereits Teil der Betriebshaftpflichtversicherung. Sie leistet bei Sach-, Personen- und Vermögensfolgeschäden, die durch ein fehlerhaftes Produkt entstanden sind. Die erweiterte Produkthaftpflicht muss meist zur Betriebshaftpflichtversicherung hinzu gebucht werden. Ihr Leistungsspektrum richtet sich an Hersteller und Händler, die keine Endprodukte herstellen, sondern nur einen Teil der Weiterverarbeitung oder Fertigstellung übernehmen. Durch sie wird der konventionellen Produkthaftpflichtversicherung die Absicherung gegen echte Vermögensschäden hinzugefügt.

Oft kommt es vor, dass ein Bauherr oder ein Auftraggeber das Bau- bzw. Montagematerial selbst liefert und eine Firma mit dem Ein- oder Aufbau beauftragt. Wurden früher Gegenstände des Auftraggebers beschädigt, welche dieser dem Unternehmen des Versicherungsnehmers zur Montage überlassen hat, wurde dies als Bearbeitungsschaden gewertet. Ein solcher Schaden war üblicherweise in der Betriebshaftpflichtversicherung mitversichert. Das hat sich jedoch vor wenigen Jahren geändert, nachdem mehrere Gerichte entschieden hatten, dass es sich dabei um Erfüllungsschäden handele. Seitdem ist es fraglich, ob derartige Schäden noch über die Betriebshaftpflicht abgedeckt sind. Sollte dies nicht der Fall sein, empfiehlt sich der Abschluss des entsprechenden Bausteins, sofern die Risiken hierfür ausschlaggebend sind.

Beispiele für Schadenfälle

Beispiel Sachschaden

Der Monteur eines Küchenstudios bohrt beim Einbau einer neuen Küche versehentlich eine Wasserleitung an. Der Schaden bleibt jedoch zuerst unbemerkt, bis in der darunter liegenden Wohnung die Decke feucht wird. Die Reparaturkosten belaufen sich auf 2.600 Euro und werden von der Betriebshaftpflichtversicherung übernommen.

Beispiel Personenschaden

Der Besucher eines Restaurants stürzt wegen Glatteis auf dem betriebseigenen und nicht gestreuten Parkplatz und zieht sich dabei einen komplizierten Bruch am Fußgelenk zu. Vom Besitzer des Restaurants verlangt er Schmerzensgeld in Höhe von 30.000 Euro. Zusätzlich möchte die Krankenkasse eine Erstattung der Behandlungskosten in Höhe von 80.000 Euro. Die Betriebshaftpflichtversicherung übernimmt die Kosten dieses Personenschadens in voller Höhe.

Beispiel Vermögensfolgeschaden (unechter Vermögensschaden)

Der im vorangegangenen Beispiel gestürzte Restaurantbesucher ist selbst Unternehmer und konnte infolge seiner Verletzung mehrere Geschäftstermine mit potenziellen Neukunden nicht wahrnehmen, wodurch ihm hohe Umsatzeinbußen von geschätzt 120.000 Euro entstanden sind. Da es sich hierbei um einen typischen Vermögensfolgeschaden handelt, übernimmt die Betriebshaftpflichtversicherung diesen Betrag.

Beispiel Umweltschaden

Ein in die Jahre gekommener, im Boden eingelassener Öltank soll im Zuge einer Heizungsmodernisierung entfernt werden. Der damit beauftragte Fachbetrieb verursacht jedoch ein Leck im Tank, woraufhin mehrere Liter Altöl auslaufen und im Erdreich versickern. Dieses muss danach kostspielig ausgebaggert werden. Die Kosten hierfür werden von der Betriebshaftpflichtversicherung übernommen, ohne dass hierfür einer der beiden zusätzlichen Bausteine notwendig wäre.

Die richtige Betriebshaftpflichtversicherung finden

Zahlreiche Versicherer bieten eine Betriebshaftpflichtversicherung an, weswegen ein Vergleich der verschiedenen Angebote hinsichtlich des eigenen Bedarfs und der damit verbundenen Kosten unumgänglich ist. Eine erste umfassende und transparente Vergleichsmöglichkeit bietet die Recherche im Internet über entsprechende Vermittler bzw. Plattformen. Hier lassen sich die Produkte renommierter Anbieter anhand von Kosten, Deckungssummen und Konditionen direkt miteinander vergleichen und Interessenten können eine erste Vorauswahl treffen. Neben den Beiträgen sollten vor allem die Deckungssummen miteinander verglichen werden. Das gilt vor allem für Personenschäden, da die Schadenersatzforderungen hier schnell in die Millionen gehen können.

Gerade bei größeren Unternehmen empfiehlt es sich, auf eine individuelle Versicherungslösung zu setzen. Eine kompetente Beratung ist hierfür unerlässlich, denn zunächst muss einmal festgestellt werden, welcher Schutz bzw. welches Leistungsspektrum für den jeweiligen Betrieb überhaupt nötig ist. Am ende soll schließlich nur für Leistungen bezahlt werden, für die auch tatsächlich ein Bedarf besteht.