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Harter Schlag gegen Darknet-Marktplätze

Starfermittlern gelingt harter Schlag gegen Darknet-eCommerce

Dieser Tage können die Versicherer, welche Cyber-Versicherungen anbieten, sich freuen aber nicht nur diese. In einer weltweiten Kooperation ist es den Ermittlern gelungen, zwei große Darknet Handelsplätze AlphaBay und Hansa Market zu schließen und dabei noch Daten von Verkäufern und Käufern zu ermitteln.

Es dürfte aktuell einer der größten Erfolge im Kampf gegen den Handel im Darknet sein. Verschiedenen Meldungen aus aller Welt zufolge ist es US- und europäischen Strafermittlern gelungen einen sensiblen Schlag gegen die Cyber-Kriminellen zu erzielen, in dem die beiden Darknet-Marktplätze AlphyBay und Hansa Market geschlossen wurden.

Kurzer Exkurs: Wie sieht so ein Darknet-Marktplatz aus?

Im Prinzip ist es relativ einfach erklärt. Sie nehmen einen speziellen Browser, mittels welchem Sie die Darknet-Seiten erreichen können. Die meisten haben eine Endung wie z.B. .onion anstatt der Endung .de oder .com. Haben Sie nun eine Seite wie Hansa Market angesurft, so können Sie sich gedanklich an Ebay oder Ebay-Kleinanzeigen orientieren, nur anstatt der legalen Oberpunkte wie etwa Elektronik, Motors, Haus & Garten oder Fashion erwartet Sie hier Drugs, Weapons, Identitys usw. somit können Sie sich ungefähr ein Bild machen, wie solche Seiten aussehen.

Nachfolgend zwei Bilder von heise.de

 

Meldungen der europäischen Polizeibehörde Europol zufolge waren mehr als 350.000 illegale Waren im Angebot, dabei waren z.B. Drogen, Botnetzen, Waffen und Malware. Wobei gerade die Cyber-Waffen eine spannende Thematik sind, denn durch diese Marktplätze ist ein ganz normaler Bürger ohne IT-Kenntnisse in der Lage einen Cyber-Angriff zu starten, um beispielweise mittels einer Ransomware eine Lösegeld-Forderung zu ergattern.

Höchst interessant ist, dass die Server von Hansa Market zwar in Litauen standen, jedoch waren die Betreiber der Handelsplattform zwei Deutsche, Anfang dreißig aus Siegen. Über deren Marktplatz wurden täglich rund 1.000 Transaktionen getätigt. Als AlphaBay einige Tage zuvor geschlossen wurde stieg die Zahl auf etwas über 8.000. Einziger Lichtblick ist, dass den Ermittlern zufolge keine kinderpornografischen Inhalte gehandelt wurden.

Warum freuen sich Anbieter von Cyber-Versicherungen?

Wie eingangs erwähnt ist eine solcher Schlag auch für die Versicherungsgesellschaften, die Cyber-Versicherungen anbieten von Vorteil. Im Rahmen der Cyber-Versicherung besteht Versicherungsschutz, wenn man sich eine Malware einfängt und diese das IT-System infiziert. Die Folge kann verheerend sein und die Kosten teilweise unüberschaubar.

Mittels YouTube-Videos kann heute jeder lernen, wie er Zugriff auf Darknetseiten bekommt. Was konkret bedeutet, so gut wie jeder kann einen Cyber-Angriff kaufen oder in Auftrag geben und die Hemmschwellen werden durch die Bezahlung mit BitCoins über eine Wallet sehr gering. Denn im Endeffekt, tauscht man erstmal nur eine Emailadresse aus, mehr kennt man nicht voneinander. Ganz selten gelingen den Behörden Schläge gegen Darknet-Marktplätze, weshalb es für viele nach wie vor ein sicherer Hafen für den Handel ist.

Aus den Vorweg genannten Gründen ist ein potenzieller „Schädlingsplatz“ aus dem Verkehr gezogen worden und somit auch die Wahrscheinlichkeit, dass unter den 1.000 Transaktionen ein Cyberangriff dabei war, welcher durch die Cyber-Versicherung gezahlt hätte werden müssen.

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Von | 2017-07-21T18:38:47+00:00 Juli 21st, 2017|Cyber-Versicherung, News|0 Kommentare

Über den Autor:

Ludwig Meierin ist ausgebildeter Versicherungskaufmann (IHK) und Fachwirt für Versicherungen und Finanz (IHK). Nach diversen beruflichen Stationen ist er seit 2011 als selbstständiger Versicherungsmakler tätig. Seine Schwerpunkte liegen in den gewerblichen Versicherungssparten.

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